Ideen en masse auf dem Schulschach-Kongress 2017 in Trier

Der Schulschach-Kongress ist nicht nur eine Fortbildungsveranstaltung mit vielen Workshops unterschiedlicher Referenten, sondern beherbergt auch die jährliche Tagung der Deutschen Schachschulen – insofern waren wir als frisch ausgezeichnete Schachschule zur Teilnahme geradezu verpflichtet.

Schulschach-Kongress 2017
Heike Minneken mit einigen der Exponate

Also machten wir uns bei schmuddeligem Wetter auf in die älteste Stadt Deutschlands – mit im Gepäck übrigens kreative Schach-Exponate aus den Jahrgängen 6 und 10, die zwischen den Workshops auf dem Markt der Möglichkeiten präsentiert wurden.

Bei der Tagung der Deutschen Schachschulen gleich nach unserer Ankunft ging es insbesondere um die Thematik, wie der Schulschach- bzw. Schachschul-Gedanke weiter ausgebaut und verbreitet werden kann, z.B. durch Vernetzung bereits vorhandener Schachschulen oder auch eine bessere Dokumentation des bundesweiten Projekts. Die anschließende Weinprobe – immerhin befanden wir uns mitten im Weinbaugebiet an der Mosel – mit erlesenen Riesling-Weinen in verschiedenen Ausbaustufen rundete den bereits fortgeschrittenen Abend auf informative und vor allem schmackhafte Weise ab.

Den eigentlichen Schwerpunkt des Kongresses bildete der Workshop-Samstag. Dieser fand in den Räumlichkeiten der Integrierten Gesamtschule Trier statt, wo Schach sogar als Wahlpflichtfach angeboten wird.

Schulschach-Kongress 2017
Schach schlägt Brücken

Bei den Workshops reichte das Spektrum von kleinen, praktischen Spielideen für den Unterricht bis hin zu schwierigen Fragen der Heterogenität von Lerngruppen oder auch der Erschließung unterschiedlicher Motivationsdispositionen. Da man als Einzelperson lediglich drei Workshops belegen kann, ist es durchaus hilfreich, sich mit mehreren Teilnehmern auf verschiedene Workshops aufzuteilen, um möglichst viele Eindrücke und Ideen mitzunehmen. Zu zweit konnten wir immerhin sechs Workshops besuchen und uns anschließend darüber austauschen. Dennoch mussten wir uns viele interessante Themen entgehen lassen.

Und leider konnten wir auch von der Stadt selbst nicht so viel sehen, wie sie es verdient gehabt hätte. Zeitmangel und Schmuddelwetter machten uns einen Strich durch die Rechnung.

Was nach diesem intensiven Wochenende bleibt, ist der Eindruck, dass jeder an Schulschach Interessierte den Schulschach-Kongress regelmäßig in seinem Terminkalender vormerken sollte. Dort bekommt man nicht nur eine Flut von Anregungen zum Thema, sondern auch die Möglichkeit zum regen Austausch mit anderen Aktivisten.

Wir freuen uns schon jetzt auf Ingolstadt im kommenden Jahr.